Karya 1943. Zwangsarbeit und Holocaust.
Konzeption, Gestaltung und Realisierung einer Wanderausstellung in zwei baugleichen Ausführungen.
Herzstück der Ausstellung sind Fotografien eines deutschen Ingenieurs der Organisation Todt, der während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland Bauprojekte für die Wehrmacht leitete. Die Bilder dokumentieren die Zwangsarbeit jüdischer Männer aus Thessaloniki, die 1943 in Karya einen Felsen für ein Ausweichgleis an der Bahnstrecke zwischen Athen und Thessaloniki abtragen mussten. Sie zeigen Baracken, Bauarbeiten, Wachpersonal und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen; die meisten der Zwangsarbeiter wurden später in Auschwitz ermordet.
Die Ausstellung beleuchtet multimedial die Geschichte jüdischer Zwangsarbeit im Kontext von Holocaust und deutscher Besatzung. Die Ausstellungsarchitektur greift abstrakt Landschaft und Baustelle auf, Berichte der wenigen Überlebenden sind in Form einer Graphic Novel integriert. Die dreisprachige Ausstellung entstand in deutsch-griechischer Kooperation und wandert in zwei baugleichen Fassungen durch Deutschland und Griechenland.
Foto: Eric Müller
Kunde
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Universität Osnabrück
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Benaki-Museum Athen
Jüdisches Museum Athen
Arjowitsch-Haus Leipzig
Jüdisches Museum Thessaloniki
Leistung
Konzeption
Entwurf
Detailplanung
Vergabe
Baubetreuung
Realisierung







